Der Starnberger Flügelbahnhof

Im neuen Münchner Hauptbahnhof wird auch der Starnberger Flügelbahnhof wieder eine tragende Rolle spielen. Der fügt sich als weithin sichtbare Landmarke in die Bebauung entlang der Arnulfstraße ein und schafft zusätzliche Büroflächen. Das Basisgebäude bietet auf den unteren Ebenen Platz für Einzelhandel und Gastronomie.

Zu neuem Leben erweckt

Ursprünglich ein wichtiger Knoten für den regionalen Zugverkehr verlor der Starnberger Flügelbahnhof mit Eröffnung der S-Bahn 1972 und der Verlagerung der Passagierströme in den Untergrund an Bedeutung.

Mit dem Umbau des Münchner Hauptbahnhofs wird der Flügelbahnhof aus seinem momentanen Dornröschenschlaf geweckt. Das Gebäude macht mit seinen Flächen für Geschäfte und Gastronomie ein bisher weitestgehend brachliegendes Areal des Bahnhofsensembles wieder attraktiv für Nutzer. Neben dem Basisgebäude und dem zugehörigen Hochpunkt entsteht an der Arnulfstraße noch ein separater Gebäudeteil, voraussichtlich mit Fahrradparkplätzen.

Für die Verwirklichung des ganzheitlichen Bahnhofskonzeptes mit seinem leistungs- und zukunftsfähigen Anspruch ist ein Rückbau des bestehenden Starnberger Flügelbahnhofs notwendig. Wie beim Empfangsgebäude sind auch hier eine Umnutzung der bestehenden Raumstruktur, die energetische Modernisierung oder die Anpassung der Infrastruktur nur begrenzt möglich.

Schritt für Schritt

Eine mehrjährige Planungs- und Genehmigungsphase ist für den Bau des neuen Hauptbahnhofs notwendig, denn Infrastrukturprojekte dieser Größe sind in der Konzeption und Umsetzung hochkomplex.

Am 29. April 2015 hat der Stadtrat den weiterentwickelten Entwurf für das Gesamtensemble (mit Hochpunkt) grundsätzlich bestätigt und grünes Licht für die weiteren Schritte in der Hochbauplanung gegeben. Am 10. Oktober 2017 hat die Stadtgestaltungskommission einen nochmals überarbeiteten Entwurf mit großer Zustimmung angenommen. Auch der Landesdenkmalrat hat dem geänderten Entwurf zugestimmt.

Aktuell wird beim Starnberger Flügelbahnhof die  Vorplanung (Phase 2) aktualisiert.

Um Baurecht für den Starnberger Flügelbahnhof zu erlangen, finden zwei Verfahren statt: Zum einen ein  vorhabenbezogenes Bebauungsplanverfahren bei der Landeshauptstadt München für den Neubau des Gebäudekomplexes, zum anderen ein  Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) für den Rückbau des nicht mehr benötigten Starnberger Flügelbahnhofs.

Das Planfeststellungsverfahren beim EBA für den Rückbau startet 2017. Der Antrag auf Durchführung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens ist bei der Landeshauptstadt München eingereicht und wird hinsichtlich des überarbeiteten Entwurfes aktualisiert.

Nach Abschluss der beiden Verfahren dauert der Neubau des Starnberger Flügelbahnhofs nach aktuellen Planungen rund drei Jahre. Die Arbeiten dort sollen vor dem Bau des neuen Empfangsgebäudes beginnen.

Der Neubau des Starnberger Flügelbahnhofs ist ein Projekt der DB Station&Service AG, das hauptsächlich mit Eigenmitteln der Bahn finanziert werden soll.

Grafische Navigation

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