Die Vorplätze

Der Bahnhofplatz im Osten und die Vorplätze im Norden und Süden sind die Nahtstellen zur Münchner Altstadt und den angrenzenden Stadtbezirken. Für die Menschen, die in der Ludwigs- und Maxvorstadt, aber auch an der Schwanthalerhöhe wohnen, sind die Bahnhofsvorplätze Teil ihres Viertels, ihres Alltags.

Empfangsgebäude vom Elisenhof aus (Quelle: Auer Weber)

Schritt für Schritt

Im Zuge des geplanten Neubaus des Münchner Hauptbahnhofes sollen auch die drei Vorplätze verkehrlich neu geordnet und gestaltet werden. Dafür wurde eine Konzeptstudie mit Varianten entwickelt, die unterschiedliche Auswirkungen auf das Verkehrsgeschehen rund um den Hauptbahnhof haben und die nun zur Diskussion stehen. Kern des Konzeptes ist die Aufwertung aller Platzflächen, die bessere fußläufige Erreichbarkeit der Innenstadt sowie die bessere Vernetzung von Fern- und Nahverkehr (Bahn, Tram, Bus).

Der Stadtrat hat im April 2015 das Konzept diskutiert und das Referat für Stadtplanung und Bauordnung beauftragt, "...die verkehrlichen Untersuchungen zu vertiefen und dem Stadtrat ein abgestimmtes Verkehrskonzept zur abschließenden Entscheidung vorzulegen. Dabei ist insbesondere die Erschließung des Bahnhofs, die Lenkung des Durchgangsverkehrs und die Führung des Radverkehrs in Abgrenzung zu den Fußgängern anhand von Darstellungen des Bahnhofvorplatzes darzustellen und abzuwägen."

Der Bahnhofplatz

Der Bahnhofplatz ist eine zentrale Verkehrsdrehscheibe: Sechs Trambahnlinien, eine Buslinie und Taxis halten momentan dort; hinzu kommen Kfz-, Liefer- und Radverkehr, Touristenbusse sowie Fußgängerinnen und Fußgänger. Die Konzeptstudie des Architekturbüros Auer Weber schlägt einen Platz vor, der nicht mehr durch motorisierten Individualverkehr beeinträchtigt wird. So entstünde eine großzügige Aufenthaltszone, die städtebaulich aufgewertet und barrierefrei werden soll – was auch ein Wunsch der Anwohnerinnen und Anwohner im südlichen Bahnhofsviertel ist. Der Bahnhofplatz wäre weiterhin für den Radverkehr befahrbar. Der Bahnhof ist dem Konzept von Auer Weber zufolge über den nördlichen und südlichen Vorplatz für den Kfz-Verkehr und Taxis erreichbar.

Der Bahnhofplatz und die Schützenstraße sollen so umgestaltet werden, dass der Hauptbahnhof besser mit der Altstadt verbunden wird. Dazu bedarf es einer vertiefenden Untersuchung unter Berücksichtigung der aktuellen Verkehrssituation.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft benötigt aus Kapazitätsgründen auf dem Bahnhofplatz ein weiteres Trambahngleis. 2019/20 soll zunächst provisorisch ein drittes Gleis errichtet werden. Hinsichtlich der finalen Führung der Trambahnen über den Bahnhofplatz wurden verschiedene Varianten entwickelt, die noch geprüft und zur Diskussion gestellt werden.

Bereiche, die bisher verschachtelt und schwer einsehbar waren, sollen für mehr Aufenthaltsqualität und Sicherheit verbessert werden.

Der Platz vor dem Starnberger Flügelbahnhof

An der Arnulfstraße wird es auch in Zukunft einen Vorplatz geben. Dieser soll einen erhöhten Fußgängerbereich und eine ebenerdige Vorfahrt mit Taxi-Standplätzen, Parkplätzen für Menschen mit Beeinträchtigungen, Kurzzeit- und Fahrradstellplätzen bekommen. Die Bushaltestellen und Übergänge zur Trambahn bleiben bestehen, ebenso die Zufahrt zum Sperrengeschoss für Einsatzfahrzeuge und Lieferverkehr. Es wird auch eine Fläche für die Bundespolizei geben.

Der Platz an der Bayerstraße

Der südliche Vorplatz an der Bayerstraße wird städtebaulich aufgewertet und neu strukturiert. Dort sollen oberirdische Stellplätze für Taxis, Parkplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen, Kurzzeit- und Fahrradstellplätze angeboten werden. Die Wegeführung zu den Hotels im südlichen Bahnhofsviertel und in der Innenstadt wird für Reisende erleichtert.

Weitere Informationen zum Neubau des Münchner Hauptbahnhofs und zu den Planungen für die Vorplätze finden Sie auf der Website der Landeshauptstadt München.

Grafische Navigation

Grafische Naviagtion Teaser Bild

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