2. Stammstrecke Baugeschehen 2020

Laim/Westabschnitt

Im gesamten Jahr 2020 gehen die Arbeiten für die so genannte „Umweltverbundröhre“ (UVR) weiter, welche die DB im Auftrag der Landeshauptstadt München baut. Die Arbeiten erfolgen in offener Bauweise von Norden nach Süden.

Ab August beginnen die Arbeiten für den neuen Bahnsteig an der Station Laim sowie für das neue Zugangsbauwerk. Dabei wird unter anderem der Lichthof abgebrochen. Beide Bahnsteige bleiben auch während der nächsten Bauphase ab Herbst 2020 bis Frühjahr 2022 über Aufzüge komplett barrierefrei erreichbar.

Zudem beginnen im oberirdischen Bereich West die Arbeiten an der Stabbogenbrücke mit der Herstellung des Fundaments und dem Stahlbau und erste Arbeiten für die verschiedene so genannte „Überwerfungsbauwerke“ – Brücken, mit denen die Gleisspuren von bestehender und 2. Stammstrecke neu geordnet werden.

Im Arnulfpark wird weiterhin am Rettungsschacht gebaut.

Sehen Sie zur Umweltverbundröhre und den Bauarbeiten in Laim auch unseren Erklärfilm: https://www.youtube.com/watch?v=j0FLBGE8NbA  

Hauptbahnhof

Am Hautbahnhof haben die Tiefbauarbeiten für die Station der 2. Stammstrecke mit der Setzung von sogenannte „Primärstützen“ innerhalb der Baugrube begonnen. Die Betonsäulen mit 1,50 Metern Durchmesser werden in eine Tiefe von 65 Metern in den Boden eingebracht, dienen der Stabilisierung der Station und verankern diese im Erdreich. Zusätzlich wird mit dem Bau einer sogenannten „Schlitzwand“ begonnen. Dies ist eine 1,50 Meter dicke Betonwand, welche die Baugrube umschließt und zusammen mit einer Innenschale die spätere Hülle der Station bildet. Die Schlitzwand besteht aus knapp 100 Betonlamellen, die mittels einer Fräse rund 60 Meter tief in den Boden eingebracht werden. So wird die Baugrube gegen das Erdreich und das anstehende Grundwasser stabilisiert. Diese Arbeiten dauern das gesamte Jahr 2020.

Im Sommer 2020 werden zudem die Brunnen, die Anfang 2019 in der Gleishalle gebaut wurden, temporär in Testbetrieb genommen. Rund drei Monate lang werden so viertiefte Erkenntnisse über die Geologie und unterirdischen Wasserströme gewonnen.

Marienhof

Am Marienhof laufen weiterhin die Bauarbeiten für die „Schlitzwand“, die 1,50 Meter dicke Betonwand, welche die Baugrube umschließt. Parallel werden, wie am Hauptbahnhof, Primärstützen errichtet. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Herbst diesen Jahres.

Im Anschluss daran, wird ein Betondeckel über die gesamte Baugrube gebaut. Diese dient der Stabilisierung der Station und bildet später die oberste Decke der Station. Alle künftigen Arbeiten erfolgen anschließend unterhalb des Deckels, das Material wird durch eine Öffnung hinein- und hinausgebracht.

Zudem wird im Frühjahr eine temporäre Betonmischanlage auf dem Baufeld errichtet um den für die Baumaßnahmen benötigten Beton direkt vor Ort zu produzieren. Durch den Entfall von Leerfahrten bei Betontransporten, können bis zu 13.000 Lkw -Fahrten entfallen.

Rund um den Marienhof werden das gesamte Jahr über weitere Brunnen gebohrt. Diese werden für den Aushub der Baugrube und den späteren Tunnelbau benötigt.

Mehr zum Bau der Schlitzwand, der Primärpfähle und zum genauen Ablauf der Arbeiten am Marienhof sehen sie in diesem Erklärfilm: https://www.youtube.com/watch?v=ja98KVCxyHc

Ostbahnhof / Ostabschnitt

Die Planfeststellungsunterlagen für die Optimierungen im Ostabschnitt und somit für die neue Lage der Station Ostbahnhof an der Friedenstraße wurden 2019 beim Eisenbahnbundesamt eingereicht. Dort werden sie derzeit auf Vollständigkeit geprüft und anschließend an die zuständige Anhörungsbehörde, die Regierung von Oberbayern, weitergeleitet.

Im Ostabschnitt werden derweil bauvorbereitende Maßnahmen durchgeführt, die noch auf Grundlage des bisherigen Planrechts durchführbar sind und gleichzeitig auch für die optimierte Planung benötigt werden.

Aktuell wird das ehemalige Zollamt sowie eine Stützmauer an der Ecke Berg-am-Laim-Straße/Orleansstraße und Ecke Grillparzer Straße abgebrochen. Auf dem Zollamtsgelände wird sich die Startbaugrube für die Tunnelvortriebsmaschinen befinden, die sich von dort Richtung Innenstadt vorgraben werden.

Abstellanlage Steinhausen

Im April wird das neue elektronische Stellwerk in der S-Bahn-Abstellanlage Steinhausen in Betrieb genommen. Es werden dort zusätzlich sieben neue Abstellgleise zur Verfügung stehen. Das neue Stellwerk und die neuen Gleise werden künftig dem S-Bahn-Betrieb zugute kommen und sorgen dafür, dass die S-Bahn Züge schneller und zuverlässiger für den Betrieb und somit für die Kunden zur Verfügung stehen.

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